Höhlentauchen Ausbildung

Cenotes & Höhlen in Mexiko

Cenotes und Höhlen in Mexiko, die kurze Geschichte des Höhlentauchens und die Erforschung neuer Unterwasserhöhlen auf der Yucatanhalbinsel in Mexiko reicht nicht allzuweit zurück, denn erst seit dem Jahr 1983 wird in Mexiko aktiv Höhlenforschung in Cenotes betrieben. Es wurden seitdem mit über 30 erforschten Höhlensystemen erstaunliche Entdeckungen gemacht. Die sechs laengsten und größten Unterwasserhöhlensysteme der Erde befinden sich hier in der Riviera Maya, im Bundesstaat Quintana Roo (Q. Roo).

Cenotes & Höhlen in  Mexiko

Anfang der achtziger Jahre wurden die ersten Hoehlensysteme von Tauchern erforscht und recht schnell erkannte man, welche geologischen „Goldminen“ diese Cenotes darstellen. Kurz nach dem Beginn der Erforschung der bis dorthin brachliegenden, unerforschten und wortwörtlich unzähligen Löcher im Dschungel setzte ein wichtiger Trend in Richtung Kartographie ein und wunderschöne Hoehlenkarten von vielen Unterwasserhoehlen dieser Gegend entstanden.

Mit den ersten Höhlenkarten drangen Nachrichten an die interessierte Öffentlichkeit von glasklarem Wasser, riesigen Unterwasser- hoehleneingaengen und imposanten Lichtspielen im Tageslichtbereich dieser Cenotes. Waehrend das Tauchen in Cenotes am Ende der 80er Jahre noch wenig verbreitet war, ist es nun ein fester Bestandteil für die Taucher, die die Riviera Maya besuchen und erkunden.

Was ist eine Cenote

Das Wort Cenote kommt aus der Maya - Sprache ( Dzonot ) und bedeutet „Heiliger Brunnen“. Mit einem Blick auf das klare Wasser einer Cenote laesst sich leicht vorstellen, wie die Mayas, auch heute noch, von ihnen als Wasserreservoir abhängig sind. In der Nähe aller Mayasiedlungen befinden sich immer Cenotes als Wasserspender und auch in die Religion der Mayas sind sie fest eingebunden.

Chac, der Regengott, lebt in der Unterwelt Xibalba, deren Pforten die Cenotes sind. In Zeiten grosser Trockenheit wurden Chac immer wieder Opfergaben dargebracht, die ihn gut stimmen sollten und um Regen zu erbitten.
Cenotes entstehen, in dem Regenwasser Kohlendioxyd aus der Luft und dem Humus aufnimmt und sich in eine leichte Kohlensäure wandelt. Diese leichte Kohlensäure ist sehr aggressiv gegenüber dem Kalkgestein, aus dem die gesamte Yucatan Halbinsel besteht. Dieses Kalkgestein ist zwischen 6 und 25 Millionen Jahre alt und es sind die Überreste eines antiken Korallenriffs. Strömt die Kohlensäure durch das sehr poröse Kalkgestein löst sie es auf und in Jahrtausenden werden dabei zum Teil riesige Hoehlengaenge herausgelöst.

Wenn diese Höhlenpassagen bis unter die Oberflaeche reichen, kann die Höhlendecke so dünn werden, dass sie einstürzt. Durch diesen Einsturz bekommen wir Zutritt auf das darunterliegende Höhlensystem, das je nach Zustand trocken oder nass, entweder betreten oder betaucht werden kann. Eine Cenote ist entstanden.

Anfang der 90er Jahre setzte ein wahrer Boom in der Erforschung dieser Hoehlensysteme ein, die alle zwischen Playa del Carmen, Akumal und Tulum liegen. Damals konnte noch niemand ahnen, dass das Tauchen in Cenotes so populär werden würde. Mit den Hunderten von Tauchgaesten, die jährlich die wunderschönen und einzigartigen Cenotes besuchen, wächst auch die Verantwortung, diese Besonderheit der Natur zu schützen.